Portalegre, Elvas, Elvas
Der Palast liegt im historischen Zentrum von Elvas, an einem der schönsten und typischsten Orte der Stadt, ganz in der Nähe der Kathedrale. Er besteht aus einem malerischen, dreieckigen Platz mit Herrenhäusern, die Wappen tragen, und der Kirche Nossa Senhora da Consolação. Unweit dieses Platzes befindet sich das arabische Tor aus dem 10. Jahrhundert, das von zwei Türmen flankiert und von einer Galerie bekrönt wird. Der Mesquita-Pimentel-Palast wurde im 16. Jahrhundert von Luís de Mesquita Pimentel, einem Adelsritter aus Elvas, erbaut. Im Jahr 1580 beherbergte der Palast König Philipp II. von Spanien während seines Aufenthalts in Elvas vor seiner Abreise nach Lissabon. Einige Monate zuvor war der Palast vom königlichen Architekten Juan de Herrera, dem Erbauer des Klosters Escorial, umfassend renoviert worden. Ursprünglich war der Palast mit dem etwas weiter unten liegenden Gebäude an der Porta do Sol verbunden und bildete so ein einziges Gebäude. Der Palast wurde im 18. und 19. Jahrhundert umgebaut, wobei lediglich die Seitenfassade mit einem Eckfenster und Säulchen, typisch für die spanische Architektur des späten 16. Jahrhunderts, erhalten blieb. Im Inneren befindet sich ein großer Innenhof, der durch ein Portal mit dem Wappen der Familie Mesquita Pimentel zugänglich ist. Ein beeindruckender Abschnitt der ersten islamischen Stadtmauer verläuft durch das Palastgelände. Diese im 9. Jahrhundert errichtete Anlage umfasst das antike Tempeltor mit seinem originalen Hufeisenbogen und dem spitz zulaufenden Eingang. Der dreistöckige Palast mit seinen hohen, reich verzierten Decken verfügt heute über acht Schlafzimmer, sieben Wohnzimmer, vier Badezimmer, drei Bibliotheken/Büros, drei Marmorkamine, zwei Küchen, fünf gewölbte Scheunen, Ställe, einen Holzschuppen, eine Garage, mehrere Patios, Terrassen, Balkone und Gärten. Im Garten befindet sich eine arabische Zisterne zur Bewässerung und eine großzügige Fläche, auf der ein Swimmingpool angelegt werden könnte. Der Palast bietet zudem einen wunderschönen Panoramablick über Elvas und seine idyllische Umgebung. Da es sich um Kulturgut handelt, hat es auch Anspruch auf bestimmte Steuervorteile.